Argumentarium

Was genau ist mit Wachstum gemeint? Warum kann Wirtschaftswachstum in seiner jetzigen Form problematisch sein? Welche Faktoren treiben das Wachstum an? Und welches (andere) Wachstum brauchen wir als Gesellschaft? Das Argumentarium „Welches Wachstum ist nachhaltig?“ bietet eine Grundlage für eine vertiefende Diskussion. Die Fakten belegen, dass Wirtschaftswachstum in seiner jetzigen Ausrichtung die Lebensqualität der Menschen in den westlichen Industrienationen grundsätzlich nicht (mehr) weiter verbessert.

Zusammen mit 13 Stakeholderkommentaren ist das Argumentarium 2009 im Mandelbaum-Verlag als Buch “Welches Wachstum ist nachhaltig? Ein Argumentarium” erschienen.

Das Themenspektrum von Wachstum im Wandel ist bewusst breit angelegt, um möglichst viele unterschiedliche Stakeholder einzubinden. Die zentralen Themen von “Wachstum im Wandel”, die auch im Rahmen der Internationalen Konferenz 2010 diskutiert wurden, sind:

Geld und Finanzsystem

Argumentarium: Geld und Finanzsystem

In den letzten Jahren hat ein mangelhaft kontrolliertes und mit falschen Anreizen versehenes Finanzsystem eine problematische Entwicklung angetrieben, die zunächst in der Finanzkrise mündete und schließlich zur schwersten Krise der Realwirtschaft seit dem zweiten Weltkrieg führte. Die Reaktion der meisten Staaten – mit öffentlichen Ausgaben und Einnahmensenkungen der Krise entgegen zu wirken – zeigt, dass die Kosten der Krisenbekämpfung nun die Allgemeinheit trägt.

Wachstum und Ressourcenverbrauch

Klimaschutzbericht 2016: Treibhausgasemissionen steigen

Der steigende Verbrauch von Ressourcen in den Industriestaaten und in Schwellenländern führt die Erde an den Rand einer ökologischen Katastrophe. Herausforderung ist es, die wirtschaftlichen Aktivitäten vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln, um gerecht verteilten Wohlstand für die Menschen zu schaffen, Ökosysteme zu schützen und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Soziale Gerechtigkeit und Armut

Argumentarium: Soziale Gerechtigkeit und Armut

Trotz Fortschritten in einigen Bereichen schafft das derzeitige Wirtschaftssystem nicht Wohlstand für alle, sondern verfestigt bestehende Verteilungsgefälle: Global als auch innerhalb einzelner Länder geht die Schere beim Zugang zu Ressourcen, Bildung, Arbeit, Vermögen und Einkommen auf.

Nachhaltige Produktion und Konsum

Argumentarium: Nachhaltige Produktion & Konsum

Bei den EndverbraucherInnen spielt die Nachhaltigkeit von Produkten eine zunehmend große Rolle. Vor allem Bio- oder Fair-Trade-Produkte, Konsumgüter mit niedrigem Energieverbrauch oder Konsumgüter, die in den einzelnen Stufen der Produktionskette nach ökologischen Gesichtspunkten zertifiziert werden, landen immer öfters im Einkaufskorb. Diese Entwicklung ist bislang eher von KonsumentInnen und Unternehmen getrieben.

Regionale Aspekte

Argumentarium: Regionale Aspekte

Regionale Wirtschafts- und Lebensräume haben eine besondere Bedeutung für Lebensqualität und nachhaltigen Wohlstand. Regionale Strategien können als Kontrapunkt zu globalen, aber auch komplementär zu ihnen eingesetzt werden.

Nachhaltige Makroökonomie

Umweltgesamtrechnung

Quantitatives Wirtschaftswachstum galt und gilt vielfach noch immer als zentrale Voraussetzung für Wohlstandsvermehrung, Beschäftigungssicherung, die Vermeidung von Verteilungskonflikten und die Finanzierung unserer sozialen Sicherungssysteme. Gleichzeitig generiert eine exponentielle Produktionsausweitung aber eine Vielzahl von Umweltbelastungen und kann an ihre natürlichen Grenzen stoßen.

Arbeit

Argumentarium: Arbeit

Erwerbsarbeit sollte für möglichst alle sowohl Existenz sichernd als auch von hoher Qualität und nutzbringend für Individuen wie für die Gesellschaft sein. Für viele Menschen verschlechtern sich aber die Arbeitsbedingungen und Arbeitslosigkeit gefährdet oder behindert die gesellschaftliche Teilhabe.

Lebensqualität/Messung von Wohlstand

Argumentarium: Messung von Wohlstand

Immer mehr Konsum führt nicht direkt zu immer mehr Lebensqualität. Gerade wenn die wirtschaftlichen Grundbedürfnisse einmal gedeckt sind, treten immaterielle Werte wie Gesundheit, Beziehungen und Sinnerfüllung in den Vordergrund. An Wohlstand und Lebensqualität der BürgerInnen muss letztlich auch der Erfolg einer Volkswirtschaft bemessen werden.

Governance

Argumentarium: Governance

Qualitatives und nachhaltiges Wachstum erfordert neue Wege der Politikgestaltung und stellt daher auch stets eine „Governance-Reformagenda“ dar.

Nachhaltiges Management

Argumentarium: Nachhaltiges Management

Nur ein nachhaltiger Lebensstil kann den Wohlstand und die Lebensqualität auch für kommende Generationen gewährleisten. Voraussetzung dafür ist ein grundlegender Wandel unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Nicht nur die VerbraucherInnen sind daher gefragt, auch die Wirtschaft ist gefordert.