Alltag im Wandel oder Imagine the Pluriverse

DAS BAUKASTENPRINZIP
Unser Baukasten unterstützt einen kollektiven Lernprozess.
Er ermöglicht, im Heute zu beginnen, und dabei auch Wut und Trauer Platz zu geben. Der Baukasten hilft, systemische Zusammenhänge zu verstehen und kollektive Ziele zu formulieren. Gemeinsam wird sich auf einen Weg verständigt, mit konkreten Schritten zur Umsetzung.

UNSER ALLTAG
Die Alltagsökonomie (auch Foundational Economy) ist jener Teil der Wirtschaft, der die grundlegenden Güter, Dienstleistungen und Infrastrukturen für das tägliche Leben bereitstellt. Dazu gehören die Daseinsvorsorge (Wasser, Energie, öffentlicher Verkehr), das Gesundheitswesen, Bildung, Pflege, Wohnen, Nahversorgung sowie Kulturangebote, Freizeit- und Sportvereine. 

Wie kommt der Alltag in die Alltagsökonomie?
Ein partizipativer Ansatz für das Pluriversum.

Dafür ist eine umfassende öffentliche Planung, Bereitstellung, Finanzierung und Regulierung erforderlich (Quelle: http://alltagsökonomie.at/).

ABER WAS GENAU BRAUCHEN WIR FÜR DIE GESTALTUNG UNSERES ALLTAGS?

Der Club of Rome beschrieb in seinem Bericht „No Limits to Learning” (1979) die Herausforderung so: Die Kluft zwischen systemischer Komplexität und menschlicher Leistungsfähigkeit erzeugt einen „human gap“ („menschliche Lücke“). Diese Lücke zu überbrücken, erfordert vorausschauendes und partizipatives Lernen. das gemeinsam erfolgen muss. Individuelles Lernen ist zu langsam, um mit dem Tempo des Wandels Schritt zu halten. Was benötigt wird, ist ein gesellschaftliches Klima, das sich eine bessere Zukunft nicht nur wünscht, sondern sie gestaltet. 

DIE ZUKUNFT BEGINNT JETZT

Wir (aus österreichischer, west-europäischer, westlicher Perspektive gesprochen, mit dem Bewusstsein für die auch dort bestehenden Unterschiede) leben heute weitgehend auf Kosten der Natur und anderer Menschen und haben gleichzeitig das Gefühl, unsere eigenen Bedürfnisse nicht gut genug befriedigen zu können. Dabei unterscheiden sich die Bedürfnisse sehr stark je nach wirtschaftlichen Bedingungen, Herkunft, Bildungsstandard, Gender, Gesundheit etc., aber auch die Möglichkeiten diese zu befriedigen.

Wir haben uns daran gewöhnt, auf eine bessere Zukunft zu warten. Vielleicht arbeiten wir für eine bessere Zukunft. Doch wir leben JETZT und möchten unsere Bedürfnisse JETZT besser befriedigen, auch wenn Wandel Zeit braucht. 

Die Alltagsökonomie spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Welche Güter, Dienstleistungen und Infrastrukturen für das tägliche Leben brauchen und wollen wir?

Unser Baukasten unterstützt einen Prozess, der bereits in konkreten Projekten und Formaten angestoßen wurde. 

  • Durch ihn werden Wut und Trauer über die Gegenwart und auch über die Vergangenheit ermöglicht und thematisiert. 
  • Im Prozess werden zuerst individuell und dann im Kollektiv Ziele formuliert, die möglichst konkret und messbar sind. 
  • Das Verstehen systemischer Zusammenhänge verschiedener Ziele und Gegebenheiten (Synergien und Konflikte) wird gefördert.
  • Es wird sich auf einen gemeinsamen Weg für jene verständigt, die ihn gemeinsam gehen wollen.
  • Es folgen erste und weitere Schritte der Umsetzung, wobei stetig reflektiert wird und gegebenenfalls die Anpassung von Zielen und Wegen vorgenommen wird.

DER BAUKASTEN…

besteht aus vier Drehscheiben artigen Elementen, die aufeinander aufbauen: 

Im Inneren steht das Ziel, Jetzt gestalten. Anstatt darauf hinzuwirken, unsere Zukunft nachhaltiger, friedvoller, gesünder etc. zu gestalten, fangen wir im Hier und Jetzt damit an. Dabei geht es nicht darum, einen Weg zu finden, sondern viele nebeneinander stehende, die sich verstärken und ein Pluriversum schaffen. 

Auf dem Weg dahin, braucht es ein Verständnis der Situation, sodass Verknüpfungen zwischen Selbst-Ausbeutung, Natur-Ausbeutung, Ausbeutung anderer, Geopolitik & Kriegen sowie Wachstum & Wirtschaft und unserem Alltag hergestellt werden. Es sollen gemeinsam Wege gefunden und eröffnet werden, die Hoffnung schaffen und zeigen, dass es anders besser geht. Diese sollen in weiterer Folge auch beschritten werden. 

Übergeordnete individuelle Ziele sind abhängig vom Format und können bspw. sein: 

  • Gemeinsame Wege finden und erkennen
  • Erkennen systemischer Zusammenhänge  
  • Partizipativ zu lernen 
  • Hoffnung im Alltag zu schöpfen 
  • Aktivierung zum Handeln

Um den inneren Kreis ist die erste Drehscheibe angeordnet – wissenschaftliche Grundlagen als Fundament des Baukastens: Die groben, großen Themenbereiche stehen bereits durch das “Pluriverse-Konzept”. Das Fundament unserer Erzählung besteht aus

Darum angeordnet befindet sich die zweite Drehscheibe, welche konkrete Themen abbildet, die verbunden mit dem Ziel und den wissenschaftlichen Grundlagen behandelt werden können. Die folgende Liste ist eine Auswahl der Themen, mit denen sich die Mitglieder von Wachstum im Wandel Österreich befassen und die im Rahmen des Baukastens eingebunden werden können: 

  • Care-Arbeit
  • Bildungspolitik
  • Daseinsvorsorge 
  • Digitalisierung (Materiality of Digitalization, Medienethik, Cloud-Ethics etc.)
  • Krisen, Konflikte und Kriege im heutigen Kapitalismus
  • Ausbeutung von Menschen, Ressourcen & Natur
  • Kreislaufwirtschaft
  • Bioökonomie 
  • Wasser in Kooperation mit One Body of Water (Regina Hügli) 
  • …

Die dritte und äußerste Drehscheibe präsentiert die Methoden, mit welchen die Themen behandelt werden können und das Ziel verfolgt werden kann. Die Methoden werden auf die Gruppe und Themen zugeschnitten. Auch diese Liste ist nicht erschöpft: 

  • Future Speculation
  • Multimedia Keynote Lecture
  • Artistic Performance 
  • Systems Mapping
  • Moderiertes Forum
  • Biomimicry
  • Barcamp
  • …

EINE AUSWAHL BEREITS UMGESETZTER FORMATE:

  • Konzeptionierung des Arbeitsbereichs 2 (SP2) im UniNEtZ (2021)
  • Prozess zur Entwicklung eines Biosphärenparks Dachstein-Salzkammergut (2022/23)
  • Forschungsprojekt sdg.visionpath (2022-24)
  • Prozess Earth4All Austria: 5 Veranstaltungen und 5 Workshops mit Abschlussevent im Rahmen der Klima Biennale Wien (2023/24)
  • Workshop „Zukunftsmusik“ am Mozarteum Salzburg (2024)
  • die Klima Transformations- Werkstatt „Natürliche, kollektive und künstliche Intelligenz – Wie eine Erde für alle (Lebewesen) möglich wäre“ beim Forum Anthropozän (2025)
  • Imagine the Pluriverse im Rahmen der Klima Biennale Wien (2026)
  • Whirlpools, Well-being-Economy & Digital Sh**: Alternative Intelligence beim beim University Future Festival in Graz (2026)
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