windrichtungen: Klimafaktor Verkehr | Intelligente Dekarbonisierung oder Einbahn?

20. April 2017, 10:00

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Der Bedarf an Mobilität, sei es Individualverkehr, öffentlicher Verkehr oder Logistik, ist in einer global vernetzten Welt hoch. Gleichzeitig ist auch der Einfluss der Mobilität auf den Klimawandel erheblich. In Österreich stammen rund 30% des CO2-Ausstoßes aus der fast 90% von Erdöl abhängigen Mobilität. Die Zukunft wird eher steigenden als sinkenden Bedarf an Mobilität bringen.

Man kann davon ausgehen, dass der Bedarf an elektrischer Energie für Mobilitätsfragen steigen und in einem enger vernetzten Energiesystem sichtbare Auswirkungen haben wird. Das Expertenteam von Energy Brainpool hat sich der Frage angenommen, wie groß der Einfluss auf die Stromerzeugung und den Strompreis sein wird und welche Wirkung diese Vernetzung auf Teile des Energiesystems haben wird. Der notwendige Strom kann letztlich nur aus erneuerbaren Energien stammen und so wäre eine Dekarbonisierung der Stromaufbringung und der Mobilität ein großer Schritt in Richtung der Pariser Klimaziele. Der gemeinsame Ausbau von Elektromobilität und erneuerbaren Energien kann bis 2050 rund 70% der deutschen CO2-Emissionen aus diesen Sektoren einsparen.

Auch der VCÖ hat sich die Frage gestellt, welche Herausforderungen auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Transportsektors auf uns warten. Wenn man berücksichtigt, dass fast 35% des österreichischen Energieverbrauches aus diesem Sektor stammen, wird die Herausforderung klar. Eine erhebliche Senkung des Energieverbrauchs kombiniert mit dem ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien kann dennoch die Lösung für den Verkehrssektor sein. Sinnvoll kann diese Transformation jedoch nur von Statten gehen, wenn sie langfristig planbar und organisiert abläuft. Energy Brainpool, der VCÖ und die IG Windkraft diskutieren bei den windrichtungen über die Implikationen für Österreich und die notwendigen Schritte, die auf dem Weg nach 2030 auf uns warten.

Dipl.-Wirt. Ing. Tobias Kurth studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik an der Fachhochschule Köln. Er ist Geschäftsführer der Energy Brainpool GmbH & Co. KG aus Berlin und seit mehr als 15 Jahren im Energiemarkt aktiv. Unter anderem leitete er den europaweiten Vertrieb eines mittelständischen Solarunternehmens für nachhaltige Energieprodukte in Handwerk, Industrie und Gewerbe. Sein Fokus liegt auf der Markttransformation mit erneuerbaren Energien. Zu seinem Tätigkeitsbereich bei Energy Brainpool zählen Strom- und Regelleistungspreisszenarien als Grundlage für Investment- und Finanzierungsentscheidungen, Analysen, Studien und Schulungen. Darüber hinaus berät Tobias Kurth Unternehmen bei der Entwicklung und Optimierung von Geschäftsmodellen in sich wandelnden Energiemärkten. 

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