Nachlese: So war der Gutes Leben für Alle-Kongress!

Gutes Leben für Alle

Unter dem Motto „Gutes Leben für alle braucht eine andere Globalisierung“ fand vom 9. bis 11. Februar 2017 der zweite Gutes Leben für Alle Kongress statt. Die Größe des ersten Kongresses 2015 wurde noch einmal übertroffen: Bei 1100 Registrierungen musste die Anmeldung aufgrund der Kapazitätsgrenzen geschlossen werden. Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaft, Politik und Verwaltung traten drei Tage lang rund um drei Ziele in den Dialog.

Ziele

  • Eine koordinierte wirtschaftliche Deglobalisierung zu diskutieren, die notwendige Handlungsspielräum für die Gestaltung eines Gemeinwesens zurückgewinnt, in dem alle Menschen ein gutes Leben führen können.
  • Zu erkunden, wie städtische Institutionen und Infrastrukturen gestalten sein müssen, damit die Stadt bzw. die lokale Ebene der Ort für lokale Experimente und Neues „von unten“ wird, wo Weltoffenheit und systemische Lösungen gemeinsam gedacht und gelebt werden.
  • Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, PionierInnen des Wandels, Politik und Kultur zu vernetzen sowie unkonventionelle Lern- und Forschungspartnerschaften zu unterstützen.

Der 2. Kongress verwendete dafür ein partizipatives Format nach „Art of Hosting“. Außerdem wurde in einem eigens erstellen „Harvestingkonzept“ die Ergebnissicherung in den über 40 einzelnen Veranstaltungen mit mehr als 150 Vortragenden auf eine neue Ebene gehoben – mehr dazu lesen Sie auf der Website des Kongresses: http://www.guteslebenfueralle.org/de/ueber-das-gute-leben-fuer-alle.html

Rückblick

Darüber hinaus sind die Kongresszeitung (PDF) sowie Videobeiträge online. Besonders spannend war der Eingangsvortrag des deutschen Soziologen Hartmut Rosa (Interview in der Wiener Zeitung).

Thesen

Im Kongress wurden fünf Thesen entwickelt. Diese lauten:
These 1: Gesellschaften brauchen Utopien, die Orientierung geben und Potentiale nutzen
These 2: Gutes Leben für alle ist die konkrete Utopie einer Zivilisation, die nicht auf Kosten anderer lebt
These 3: Freiheit für alle braucht Grenzen, die demokratisch verhandelt werden
These 4: Selektive wirtschaftliche Regionalisierung ermöglicht Eigenständigkeit und Weltoffenheit
These 5: Auf dem Weg zum guten Leben für alle braucht es erweiterte Handlungsspielräume „von unten“

Eine genauere Zusammenstellung dieser Thesen finden Sie hier!

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